Berliner Abgeordnetenhaus
Aktuelle Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin
Parteien im Überblick
CDU
Durchschnitt aus 2 Umfragen
FührendAfD
Durchschnitt aus 2 Umfragen
SPD
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Linke
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Grüne
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Sonstige
Durchschnitt aus 2 Umfragen
BSW
Durchschnitt aus 2 Umfragen
FDP
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Aktuelle Lage
Die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin findet am 20. September 2026 statt und wird von einem intensiven Wettbewerb um das Rote Rathaus geprägt: Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) führt aktuell eine schwarz-rote Koalition , die laut Umfragen keine Mehrheit mehr hat – Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) wollen Wegner im Roten Rathaus ablösen . Die Berliner Linke war bei der Bundestagswahl im Februar mit knapp 20 Prozent stärkste Kraft geworden und hat ihre Mitgliederzahl binnen weniger Monate auf 15.400 verdoppelt , was die Koalitionsfrage besonders spannend macht – anders als in anderen Bundesländern liegen in Berlin Linke, Grüne, SPD und AfD in den Umfragen relativ dicht beieinander , sodass verschiedene Dreierbündnisse denkbar sind. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt, dass erstmals auch 16-Jährige wahlberechtigt sind und Erst- und Zweitstimme nun auf einem gemeinsamen Stimmzettel abgegeben werden ; zudem könnte am Wahltag auch über zwei Volksentscheide zur Regulierung der Außenwerbung und zur Einschränkung des Autoverkehrs in der Innenstadt abgestimmt werden .
Mehr lesen im Netz
- Berliner Wahlen 2026 - Berlin.de (www.berlin.de)
- Frage- und Antwortkatalog zur Wahl des 20. Abgeordnetenhauses von Berlin und den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026 - Berlin.de (www.berlin.de)
- Berlin-Wahl 2026 | Parität Berlin (www.paritaet-berlin.de)
- Allgemeine Informationen - Berlin.de (www.berlin.de)
- Unsere Kandidatinnen und Kandidaten 2026 - SPD Berlin (spd.berlin)
- Berlin-Wahl 2026: Wieder Berlin - SPD Berlin (spd.berlin)
- Abgeordnetenhauswahl Berlin: Neueste Wahlumfragen im Wahltrend | Sonntagsfrage #aghw (dawum.de)
- Berliner Wahlen (www.statistik-berlin-brandenburg.de)
- Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 – Wikipedia (de.wikipedia.org)
- Wahl am 20. September: Mehr als 2,5 Millionen Berliner dürfen 2026 wählen (www.tagesspiegel.de)
- Berlin auf Kurs für die Wahlen 2026: Landeswahlleiter legt zweiten Statusbericht vor - Berlin.de (www.berlin.de)
- Berliners to elect state parliament on September 20, 2026 – Berlin.de (www.berlin.de)
- Diese fünf Landtagswahlen stehen in 2026 an (www.das-parlament.de)
- 2026 Berlin state election - Wikipedia (en.wikipedia.org)
- Abgeordnetenhauswahl 2026: Gerade ist der Kai wirklich einsam | taz.de (taz.de)
- Abgeordnetenhauswahl: Alle News, Analysen und Berichte (www.berliner-zeitung.de)
- Abgeordnetenhauswahl 2026: Irgendwo zwischen CDU und Linkspartei | taz.de (taz.de)
- Berlin Wahl 2026: Ihre Wahlentscheidung in Berlin (dasisstberlin.de)
- Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026 – Wikipedia (de.wikipedia.org)
- Abgeordnetenhauswahl 2026: Berlins SPD lässt es ordentlich krachen | taz.de (taz.de)
- Abgeordnetenhauswahl 2026 – Berliner Grüne wollen ins Rote Rathaus | nd-aktuell.de (www.nd-aktuell.de)
- Berlin-Wahl - Alles zur Wahl zum Abgeordnetenhaus (www.tagesspiegel.de)
- Linke und Grüne blicken schon auf Wahl 2026 - Berlin (www.tagesspiegel.de)
Verwendete Umfragen
| Institut | Datum | CDU | SPD | AfD | Grüne | Linke | Sonstige | BSW | FDP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| INSA | 14.04.2026 | 21.0% | 17.0% | 17.0% | 15.0% | 15.0% | 8.0% | 4.0% | 3.0% |
| Civey | 30.03.2026 | 23.0% | 16.0% | 16.0% | 16.0% | 15.0% | 7.0% | 4.0% | 3.0% |
Wahlanalyse
Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026: CDU führt – aber Koalitionsfrage offen wie nie
Die Wahl zum 20. Berliner Abgeordnetenhaus findet voraussichtlich am 20. September 2026 statt– und schon jetzt zeichnet sich ein spannender Wahlkampf ab.Seit 2023 regiert in Berlin eine Koalition aus CDU und SPD unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU).Doch die aktuelle Sonntagsfrage zeigt: Die Karten werden neu gemischt.Die aktuelle Regierungskoalition aus CDU und SPD hätte laut Wahlumfragen keine Mehrheit mehr.Die aktuelle schwarz-rote Koalition erreicht in den Projektionen nur noch 54 Sitze– weit entfernt von einer stabilen Mehrheit im mindestens 130 Sitze umfassenden Berliner Abgeordnetenhaus. Gleichzeitig ist das Feld hinter der CDU so eng wie selten: AfD, SPD, Linke und Grüne liegen in der Wahlumfrage dicht beieinander, was die Koalitionsbildung nach der Wahl hochkomplex macht.Eine wichtige Neuerung: Erstmals sind auch 16-Jährige zur Abgeordnetenhauswahl wahlberechtigt– ein Faktor, der die Dynamik zusätzlich verändern könnte.
Die Spitzenkandidaten: Wer will ins Rote Rathaus?
Die Personalfragen sind bei den meisten Parteien geklärt.Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Chef Kai Wegner ist von seiner Partei offiziell als Kandidat für die Abgeordnetenhauswahl 2026 aufgestellt worden.Die Delegierten seines Kreisverbands Spandau nominierten den 53-Jährigen mit 98 Prozent auf Platz eins der Bezirksliste.Für die SPD trittSteffen Krach als Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl 2026 und für das Amt des Regierenden Bürgermeisters an.Der SPD-Landesparteitag hatte ihn am 15. November 2025 einstimmig als Spitzenkandidat nominiert.Die Grünen setzen auf ein Doppel:Mit Werner Graf als Spitzen- und Bürgermeisterkandidaten sowie Bettina Jarasch als Co-Spitzenkandidatin steht ein Team für Erfahrung und Zusammenarbeit.Bei der Linken sorgt eine bemerkenswerte Personalie für Aufmerksamkeit:Elif Eralp ist die designierte Spitzenkandidatin der Berliner Linken für die Wahl zum Abgeordnetenhaus.Die AfD wiederum setzt auf Kontinuität:Mit großer Mehrheit hat der Parteitag Kristin Brinker erneut zur Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl gemacht.
Koalitionsoptionen: Dreier-Bündnisse als einziger Weg?
Die aktuelle Wahlumfrage mit der CDU als stärkster Kraft, aber vier Parteien im engen Verfolgerfeld, macht eines deutlich:Basierend auf aktuellen Umfragen ergeben sich nur wenige realistische Regierungsbündnisse – die kommende Abgeordnetenhauswahl wird deutlich komplexer als bisherige Wahlen.Da die schwarz-rote Koalition keine Mehrheit mehr hätte, müsste die CDU entweder einen dritten Partner ins Boot holen – etwa die Grünen für ein schwarz-rot-grünes Bündnis (sog. Kenia-Koalition) – oder es kommt zu einer vollständigen Neuausrichtung. Ein rot-grün-rotes Bündnis aus SPD, Grünen und Linke, das Berlin bereits von 2016 bis 2023 regierte, wäre rechnerisch eine weitere Option.Linken-Kandidatin Eralp vermeidet die Konfrontation mit der SPD als wohl nötigem Koalitionspartner und betonte sogar die „großen Schnittmengen".CDU-Chef Wegner hat hingegeneine Zusammenarbeit mit der Linken in der Regierung als nicht denkbar bezeichnet: „Es geht nicht mit einer Partei die Enteignungen will."Die AfD, die mit ihrem historischen Hoch den zweiten Platz beansprucht, wird von allen anderen Parteien als Koalitionspartner ausgeschlossen.
Die Linke im Aufwind – AfD auf Rekordhoch
Zwei gegenläufige Trends prägen die aktuelle Wahlanalyse für das Berliner Abgeordnetenhaus besonders.Die Linke, die noch vor einem Jahr am Boden lag, rechnet sich nun ernsthafte Chancen auf einen Wahlsieg aus– ein bemerkenswertes Comeback, das vor allem mit der Mietenfrage und der sozialen Frage zusammenhängt.Zu Jahresbeginn hatte die Berliner Linke noch 8.300 Mitglieder, zuletzt waren es fast doppelt so viele– ein Indiz für die Mobilisierungskraft der Partei. Auf der anderen Seite steht die AfD, die erstmals als zweitstärkste Kraft in Berlin gehandelt wird.In Berlin kann die AfD mit Brinkers Ansatz punkten – gemessen an den 9,1 Prozent bei der Wiederholungswahl 2023 hat sie mit derzeit angenommenen 16 Prozent weit mehr als verdoppelt.Die Nummer 2 auf der AfD-Kandidatenliste hat die Ziele klar abgesteckt: 2026 stärkste Oppositionskraft, 2031 ins Rote Rathaus.
Wahlkampfthemen: Mieten, Sicherheit und Verwaltung
Der Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl 2026 wird von den klassischen Berlin-Themen dominiert. Die Mietenfrage bleibt das zentrale Schlachtfeld: Die Linke fordert weiterhin die Umsetzung des Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co. enteignen", während die CDU auf Neubau und marktwirtschaftliche Lösungen setzt.Die SPD will für Gerechtigkeit und Bezahlbarkeit sorgen – mit einer Wohnungspolitik, die steigenden Mieten und dem Profitstreben einen Riegel vorschiebt.Das Thema Sicherheit und Verwaltung bleibt ebenfalls bestimmend:In der Koalition aus CDU und SPD gelang Wegner laut eigener Darstellung in kurzer Zeit eine große Verwaltungsreform sowie ein Umsteuern in den Bereichen der Wirtschafts-, Bildungs- und Verkehrspolitik.Die Grünen wiederumstehen für ein Berlin, das Klimaschutz ernst nimmt, Wohnraum wieder bezahlbar macht, die Verkehrswende nachhaltig gestaltet und für eine offene Demokratie einsteht.Auch der Stromausfall im Südwesten Berlins und das kritisierte Krisenmanagement des Senats spielen eine Rolle:Das kritisierte Verhalten von Kai Wegner während der Krise schadete seiner persönlichen Bewertung, die Umfragewerte seiner Partei blieben jedoch stabil – Wähler trennen offenbar zwischen Personen und Parteien.
Fazit: Berlin vor einer Richtungswahl
Ein halbes Jahr vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus steht die Hauptstadt vor einer echten Richtungsentscheidung. Die CDU führt die Sonntagsfrage an, kann sich aber nicht auf eine Neuauflage von Schwarz-Rot verlassen.SPD, Linke, Grüne und AfD bewegen sich allesamt in einem engen Korridor und alle vier Parteien machen sich Hoffnungen, die CDU bei der Wahl im September noch überflügeln zu können.Die aktuelle schwarz-rote Koalition unter Kai Wegner hat in den Umfragen ihre Mehrheit verloren – das bedeutet: Alles ist offen.Ob Berlin am Ende von einem konservativ-geführten Dreierbündnis oder einer Rückkehr zu Rot-Grün-Rot regiert wird, hängt von wenigen Prozentpunkten ab. Die Wahlumfragen zeigen: Die nächsten Monate werden politisch hochspannend – und jede einzelne Stimme könnte bei dieser Abgeordnetenhauswahl den Unterschied machen.