Bundestag
Aktuelle Umfragen zur Bundestagswahl
Parteien im Überblick
CDU/CSU
Durchschnitt aus 20 Umfragen
FührendAfD
Durchschnitt aus 20 Umfragen
SPD
Durchschnitt aus 20 Umfragen
Grüne
Durchschnitt aus 20 Umfragen
Linke
Durchschnitt aus 20 Umfragen
Sonstige
Durchschnitt aus 20 Umfragen
FDP
Durchschnitt aus 15 Umfragen
BSW
Durchschnitt aus 16 Umfragen
Koalitionsrechner
Wählen Sie Parteien aus, um mögliche Koalitionen zu berechnen. Die Sitzverteilung wird nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren berechnet (§ 6 BWahlG, 630 Sitze).
Hinweis: Die Grundmandatsklausel (3 Direktmandate) kann aus Umfragedaten nicht modelliert werden. Überhang- und Ausgleichsmandate entfallen seit der Wahlrechtsreform 2023.
Aktuelle Lage
Nach der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar 2025, die durch den Bruch der Ampelkoalition und die gescheiterte Vertrauensfrage von Kanzler Scholz ausgelöst wurde, gewann die CDU/CSU unter Kanzlerkandidat Friedrich Merz die Wahl , während die AfD unter Alice Weidel ihren Stimmenanteil verdoppelte und erstmals zweitstärkste Kraft im Bundestag wurde . Nach Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD, die am 13. März begannen und am 9. April erfolgreich abgeschlossen wurden, folgte die Bildung des Kabinetts Merz – allerdings mit einem historischen Eklat: Friedrich Merz verpasste bei der Kanzlerwahl am 6. Mai im ersten Wahlgang die erforderliche Kanzlermehrheit um sechs Stimmen, obwohl CDU/CSU und SPD zusammen 328 Sitze haben , und wurde erst im zweiten Wahlgang mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt – ein beispielloser Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik, der die schwarz-rote Koalition mit Fragen nach ihrer Stabilität in die neue Legislaturperiode starten ließ.
Mehr lesen im Netz
- Bundestagswahl 2025 – Wikipedia (de.wikipedia.org)
- Bundestagswahl 2025 aktuell - Wissenswertes rund um die Bundestagswahl - Wahlsystem - Umfragen - Parteien - Wahlprogramme (www.bundestagswahl-bw.de)
- Ergebnisse Deutschland - Die Bundeswahlleiterin (www.bundeswahlleiterin.de)
- Deutscher Bundestag - Bundestagswahl 2025 (www.bundestag.de)
- Bundestagswahl: Neueste Wahlumfragen im Wahltrend | Sonntagsfrage #btw2029 (dawum.de)
- Bundestagswahl 2025 - Die Bundeswahlleiterin (www.bundeswahlleiterin.de)
- Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2025 steht fest - Die Bundeswahlleiterin (www.bundeswahlleiterin.de)
- Bundestagswahl 2025: Endgültiges Ergebnis - Die Bundeswahlleiterin (www.bundeswahlleiterin.de)
- Deutscher Bundestag - CDU/CSU wird stärkste Fraktion im neuen Bundestag (www.bundestag.de)
- Wahlumfragen zur Bundestagswahl 2025 – Sonntagsfrage ... (www.wahlrecht.de)
- Deutscher Bundestag - Nach der Wahl: Deutscher Bundestag sortiert sich neu (www.bundestag.de)
- Koalitionsvertrag 2025 | Bundesregierung (www.bundesregierung.de)
- Koalitionsverhandlungen - CDU (www.cdu.de)
- So geht es nach der Bundestagswahl weiter (www.bundestagswahl-bw.de)
- Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD Verantwortung für Deutschland (www.spd.de)
- Bundestagswahl 2025 - vom Wahlkampf bis zum Koalitionsvertrag | Germanwatch e.V. (www.germanwatch.org)
- Koalitionsvertrag 2025 (www.koalitionsvertrag2025.de)
- Liste der Teilnehmer an den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD 2025 – Wikipedia (de.wikipedia.org)
- Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD: News im Liveblog (www.zdf.de)
- Koalitionsverhandlungen 2025 (www.wwf.de)
- Deutscher Bundestag - Friedrich Merz mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt (www.bundestag.de)
- Ergebnis der Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler 2025| Statista (de.statista.com)
- Im zweiten Wahlgang: Friedrich Merz ist Bundeskanzler (www.lto.de)
- Merz' Wahl zum Bundeskanzler: Wie geht es nun weiter? (www.lto.de)
- 09. Mai 2025 - Friedrich Merz im zweiten Wahlgang zum neuen Bundeskanzler gewählt — Allemand (cle.ens-lyon.fr)
- Dramatik pur im Bundestag bei Kanzlerwahl (www.das-parlament.de)
- Friedrich Merz im zweiten Wahlgang zum Kanzler gewählt (www.zdf.de)
- Merz ist neuer Bundeskanzler: So holprig war die Wahl in zwei Runden (www.vorwaerts.de)
- Kanzlerwahl: Zweiter Wahlgang für Merz noch heute - alle Entwicklungen live (www.zdf.de)
- Deutscher Bundestag - Union und SPD schlagen Merz als Bundeskanzler vor (www.bundestag.de)
Verwendete Umfragen
| Institut | Datum | AfD | CDU/CSU | Grüne | SPD | Linke | Sonstige | FDP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forsa | 14.04.2026 | 26.0% | 24.0% | 15.0% | 12.0% | 11.0% | 8.0% | 4.0% | |
| INSA | 14.04.2026 | 26.0% | 25.0% | 14.0% | 12.5% | 10.0% | 5.5% | 3.5% | 3.5% |
| INSA | 11.04.2026 | 26.0% | 25.0% | 14.0% | 13.0% | 10.0% | 5.0% | 4.0% | 3.0% |
| Verian (Emnid) | 10.04.2026 | 25.0% | 25.0% | 14.0% | 14.0% | 11.0% | 5.0% | 3.0% | 3.0% |
| INSA | 08.04.2026 | 26.0% | 25.0% | 13.0% | 12.0% | 10.5% | 6.0% | 4.0% | 3.5% |
| Forsa | 07.04.2026 | 26.0% | 26.0% | 15.0% | 12.0% | 11.0% | 10.0% | ||
| INSA | 04.04.2026 | 26.0% | 25.0% | 13.0% | 12.0% | 11.0% | 6.0% | 4.0% | 3.0% |
| Infratest dimap | 01.04.2026 | 26.0% | 25.0% | 14.0% | 12.0% | 10.0% | 7.0% | 3.0% | 3.0% |
| Ipsos | 01.04.2026 | 25.0% | 24.0% | 14.0% | 14.0% | 11.0% | 5.0% | 4.0% | 3.0% |
| INSA | 31.03.2026 | 26.0% | 26.0% | 14.5% | 12.0% | 10.5% | 4.5% | 3.5% | 3.0% |
| Forsa | 31.03.2026 | 26.0% | 25.0% | 15.0% | 12.0% | 10.0% | 9.0% | 3.0% | |
| INSA | 28.03.2026 | 26.0% | 26.0% | 14.0% | 12.0% | 11.0% | 5.0% | 3.0% | 3.0% |
| Forschungsgruppe Wahlen | 27.03.2026 | 26.0% | 26.0% | 15.0% | 13.0% | 10.0% | 10.0% | ||
| Forsa | 24.03.2026 | 26.0% | 25.0% | 15.0% | 12.0% | 10.0% | 9.0% | 3.0% | |
| INSA | 24.03.2026 | 26.0% | 26.0% | 15.0% | 12.0% | 10.0% | 4.5% | 3.5% | 3.0% |
| Allensbach | 21.03.2026 | 28.0% | 23.0% | 16.0% | 11.5% | 10.0% | 7.5% | 4.0% | |
| INSA | 21.03.2026 | 26.0% | 25.0% | 15.0% | 12.0% | 11.0% | 5.0% | 3.0% | 3.0% |
| Forsa | 17.03.2026 | 27.0% | 23.0% | 15.0% | 12.0% | 11.0% | 9.0% | 3.0% | |
| INSA | 17.03.2026 | 26.0% | 25.5% | 15.0% | 12.0% | 10.5% | 4.5% | 3.5% | 3.0% |
| YouGov | 17.03.2026 | 26.0% | 26.0% | 14.0% | 13.0% | 9.0% | 6.0% | 3.0% | 3.0% |
Wahlanalyse
Sonntagsfrage Bundestag: Die Regierung Merz unter Druck – AfD auf Augenhöhe
Die aktuelle Sonntagsfrage zur Bundestagswahl zeichnet ein dramatisches Bild der politischen Landschaft in Deutschland.Im aktuellen Sonntagstrend zieht die Union wieder knapp an der AfD vorbei und ist erstmals seit Juli 2025 stärkste politische Kraft– doch der Vorsprung bleibt hauchdünn. CDU/CSU und AfD liefern sich seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins, währenddie aktuelle Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD keine Mehrheit mehr hätte. Die schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz,die seit Anfang Mai 2025 im Amt ist, steht damit vor einer tiefen Vertrauenskrise.
Regierung Merz: Rekordtief bei der Zufriedenheit
Die Stimmung gegenüber der Bundesregierung hat sich dramatisch verschlechtert.Die Arbeit der schwarz-roten Koalition wird so schlecht bewertet wie noch nie seit ihrer Wahl – ein Jahr nach der Bundestagswahl sind nur noch 22 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 75 Prozent sind unzufrieden.Die Zustimmung zu Friedrich Merz' Arbeit als Bundeskanzler hat sich seit Juni 2025 nahezu halbiert – nur noch 23 Prozent finden, dass er seine Arbeit gut macht, 72 Prozent bewerten sie als schlecht.Merz schafft es anders als Merkel offenbar nicht, breite Teile der Bevölkerung für sich zu gewinnen.Der ARD-DeutschlandTREND zeigt eine pessimistische Grundstimmung: 84 Prozent der Deutschen geben an, die Verhältnisse in Deutschland gäben eher Anlass zur Beunruhigung.
AfD im Höhenflug – Ursachen und Folgen
Die AfD hat seit der Bundestagswahl 2025 massiv zugelegt.Die AfD hat seit der Bundestagswahl über 5 Prozentpunkte zugelegt, während die Union unter Kanzler Friedrich Merz kontinuierlich an Zustimmung verliert.Die Partei profitiert von der Unzufriedenheit von Menschen, die sich in ihren Dörfern verlassen fühlen – ohne Arzt, ohne Geschäft, vor allem im Osten – sowie vom Unmut über Armutsmigration und Verwahrlosung im öffentlichen Raum. Dass die Bundesregierung ihre Problemlösungskompetenz erst noch unter Beweis stellen muss, könnte ihr zusätzlich in die Hände spielen.Besonders alarmierend:Ihre höchsten aktuellen Umfragewerte erreicht die AfD in den Bundesländern Sachsen-Anhalt (39%) sowie Thüringen (38%).Gleichzeitig gilt:Es ist ein einsamer Aufstieg, denn bis heute schließen alle im Bundestag vertretenen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD aus.
Koalitionsoptionen: Schwierige Mehrheitssuche im Bundestag
Die Wahlumfragen offenbaren ein grundlegendes Dilemma für die Regierungsbildung.Zusammen kommen CDU/CSU und SPD auf nur etwa 40 Prozent – das reicht nicht für eine parlamentarische Mehrheit von 316 Sitzen.Eine Große Koalition allein wäre damit nicht mehr tragfähig. Auch ein rot-rot-grünes Bündnis aus SPD, Grünen und Linkeerreichte nur 36 Prozent der Stimmen. Da sowohl FDP als auch BSW unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen,würden beide den Bundestag nicht erreichen – die politische Landschaft wird sich weiter verändern.Merz und die CDU betonen, es gebe keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD: „Für die CDU Baden-Württemberg kommt eine Kooperation nicht in Frage." Friedrich Merz unterstreicht, er werde keine andere Mehrheit im Bundestag suchen.Damit bleiben die Koalitionsoptionen extrem eingeschränkt – eine Kenia-Koalition (CDU/CSU, SPD, Grüne) oder andere Dreierbündnisse wären rechnerisch nötig.
Superwahljahr 2026: Landtagswahlen als Stimmungstest
Das Jahr 2026 ist ein politisches Schicksalsjahr mit fünf Landtagswahlen, die als Stimmungsbarometer für den Bund dienen.Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März lieferten sich Grüne und CDU ein enges Rennen – die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir lagen knapp vor der CDU von Manuel Hagel, die AfD verdoppelte ihr Ergebnis, und die SPD stürzte auf ein historisches Tief.Am heutigen 22. März folgt die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, wo sichdie CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder knapp vor der regierenden SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer befindet – der Abstand beträgt gerade einmal einen Prozentpunkt. Im September stehen dann die Wahlen inMecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an, wo die AfD in Umfragen bei 38 bis 40 Prozent liegt, sowie in Berlin.
Die Linke und die Grünen: Erstarkende Kräfte auf der linken Seite
Bemerkenswert ist das Erstarken der Linken, die im Bundestag wieder eine gewichtige Rolle spielt.In seinem Buch analysiert Journalist Daniel Bax „die Gründe für das überraschende Erstarken einer Partei, die viele bereits abgeschrieben hatten"–viele Neumitglieder seien von sozialen Themen wie Mieterschutz angetan, andere sähen die Aufrüstung kritisch, wieder andere habe das Erstarken der AfD politisiert. Unter der Führung von Ines Schwerdtner und Jan van Aken setzt die Partei auf Bezahlbarkeit, Mietenpolitik und soziale Gerechtigkeit. Die Grünen wiederum zeigen nach dem knappen Wahlsieg in Baden-Württemberg durch Cem Özdemir neuen Aufwind –sie verbessern sich auf ihren höchsten Wert seit Januar 2025. FDP und BSW hingegen kämpfen weiterhin mit der Fünf-Prozent-Hürde undes geht für beide Parteien bei den Wahlen um das Überleben – oder den langsamen Abgang von der politischen Bühne.