Hessischer Landtag
Aktuelle Umfragen zur Landtagswahl in Hessen
Parteien im Überblick
CDU
Durchschnitt aus 1 Umfragen
FührendAfD
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SPD
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Grüne
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Linke
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Sonstige
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FDP
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Freie Wähler
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BSW
Durchschnitt aus 1 Umfragen
Aktuelle Lage
Die nächste Landtagswahl in Hessen findet turnusgemäß voraussichtlich im Jahr 2028 statt. Seit Dezember 2023 regiert in Hessen eine schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD , nachdem Ministerpräsident Boris Rhein in der konstituierenden Sitzung im Januar 2024 erneut zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Der aktuelle hr-Hessentrend zeigt, dass Bildung und Schule für die Hessen inzwischen das drängendste Problem sind, Migration an Bedeutung verliert – und die AfD trotzdem weiter zulegt, während die CDU von Regierungschef Rhein deutlich verliert. Als Stimmungstest für die Landespolitik galten die Kommunalwahlen am 15. März 2026, bei denen die Wählerinnen und Wähler neue kommunale Parlamente für die 421 hessischen Städte und Gemeinden sowie die 21 Landkreise bestimmten: Die CDU wurde laut Trendergebnis stärkste Kraft vor der SPD, die AfD legte deutlich zu und die Grünen landeten auf Platz vier. Für eine Fortsetzung ihrer Koalition hätten CDU und SPD derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit genügend Wählerstimmen, doch die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Regierung ist nach zwei Jahren noch immer ausbaufähig.
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- Hessen Election Polls & Voting Intentions 2026 (politpro.eu)
- Landtagswahl Hessen: Wahlumfrage vom 02.02.2026 von Infratest dimap | Sonntagsfrage #ltwhe (dawum.de)
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- 14.03. 2023 14.09. 2023 26.04. 2024 23.06. 2025 02.02. 2026 CDU 32 31 37 36 32 (downloads.kas.de)
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- Sonntagsfrage Hessen – Wahlumfragen & Trends | ilium.de (ilium.de)
Verwendete Umfragen
| Institut | Datum | CDU | AfD | SPD | Grüne | Linke | Sonstige | FDP | BSW | Freie Wähler |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| INSA | 18.03.2026 | 31.0% | 21.0% | 15.0% | 13.0% | 6.0% | 4.0% | 4.0% | 3.0% | 3.0% |
Wahlanalyse
Schwarz-Rot regiert – doch die Koalition knirscht
Die aktuelle Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Hessen zeigt ein politisches Kräfteverhältnis, das die regierende Koalition zwar bestätigt, aber zugleich auf wachsende Spannungen hindeutet.Schwarz-Rot regiert seit Anfang 2024 gemeinsam in Wiesbaden, wobei die SPD der deutlich kleinere Juniorpartner ist – mit 23 Sitzen im Landtag gegenüber 52 Sitzen der CDU.Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) führt damit dieerste gemeinsame Koalition von CDU und SPD in Hessen seit 70 Jahren.Laut der neuesten INSA-Wahlumfrage vom 18. März 2026wurde die Online-Befragung zwischen dem 3. und 12. März 2026 bei 1.001 Wahlberechtigten durchgeführt.Rechnerisch hätte die aktuelle schwarz-rote Koalition im Hessischen Landtag weiterhin eine Mehrheit – doch die inneren Spannungen sind unübersehbar.
Koalitionskrach um Bildungskürzungen
Kurz vor den Kommunalwahlen im März 2026 kam es zum offenen Koalitionsstreit:CDU und SPD waren sich uneins über Stellenstreichungen an integrierten Gesamtschulen. Der von Sparplänen des Kultusministers Armin Schwarz (CDU) ausgelöste Dissens entwickelte sich zur veritablen Belastungsprobe für die erste schwarz-rote Regierung in der Geschichte des Bundeslandes.Besonders brisant:SPD-Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori steht im Zentrum der Konflikte – ihm wird die starke Neigung nachgesagt, 2028 als Ministerpräsidenten-Kandidat anzutreten.Die schwarz-rote Koalition hat den Haushalt 2026 trotz Protesten letztlich durchgesetzt,auch die umstrittenen Einsparungen an Schulen.Dennoch bleibt das Verhältnis zwischen den Partnern angespannt – ein Faktor, der sich auch in den Wahlumfragen widerspiegelt.
CDU dominiert – AfD auf Rekordkurs
Die CDU behauptet sich in den Umfragen als klar stärkste Kraft.Bei der Kommunalwahl 2026 fuhr die Hessenunion mit einem Plus von 1,2 Prozentpunkten gegenüber 2021 ihr bestes Kommunalwahlergebnis seit zehn Jahren ein.Ministerpräsident Boris Rhein setzt dabei vor allem auf die ThemenSicherheit in den Kommunen und die Überforderung vieler Städte durch illegale Migration.Gleichzeitig verzeichnet die AfD einen bemerkenswerten Aufwärtstrend:Laut INSA-Umfrage liegt die AfD bei 21 Prozent – ein Rekordergebnis in Hessen.Seit Anfang 2024 ist die Zahl der Mitglieder im hessischen AfD-Landesverband von 2.839 auf 4.680 gestiegen.Politikwissenschaftlerin Dorothée de Nève von der Uni Gießen beobachtet, dass sichdie AfD in Hessen über Jahre professionalisiert und zugleich radikalisiert hat.Bei der Kommunalwahl wurde die AfD in einigen Gemeinden sogar stärkste Kraft –in Biebesheim am Rhein erreichte sie 27,5 Prozent, in Greifenstein 27,3 Prozent und in Büdingen 25,4 Prozent.Ministerpräsident Rhein hat jedocheine Zusammenarbeit seiner CDU mit der AfD auf allen Ebenen kategorisch ausgeschlossen.
Opposition: Grüne in der Krise, Linke im Aufwind
Die Grünen stecken in Hessen in einer schwierigen Phase.Die Grünen verlieren in mehreren Städten und Regionen deutlich Stimmen – besonders sichtbar in urbanen Zentren wie Frankfurt, Kassel, Marburg oder Darmstadt, wo sie hinter andere Parteien zurückfallen.Im Landtag nutzen sie ihre Oppositionsrolle offensiv:Grünen-Politikerin Miriam Dahlke kritisiert die Haushaltspolitik der schwarz-roten Koalition scharf und wirft der CDU vor, mit steigenden Schulden ihre haushaltspolitische Glaubwürdigkeit zu beerdigen.Ein überraschendes Signal kommt von der Linken:Die Landesvorsitzenden erklärten, das Ergebnis von 5,8 Prozent bei der Kommunalwahl breche „einen jahrelangen Trend" und sei „der Startschuss für unsere Rückkehr in den Landtag im Jahr 2028".Zweistellige Ergebnisse erzielten die Linken unter anderem in Gießen, Kassel, Offenbach und Marburg.Bei aktuell 6 Prozent in der Sonntagsfrage wäre ein Wiedereinzug in den Hessischen Landtag greifbar. Die FDP hingegen kämpft mit 4 Prozent um ihre parlamentarische Existenz –sie erhielt bei der Kommunalwahl dem Trendergebnis zufolge nur 3,7 Prozent und zeigt sich lediglich in ihren Hochburgen in kleineren Städten stabil.
Koalitionsoptionen und Ausblick auf 2028
Die nächste Hessenwahl steht im Herbst 2028 an– doch die politischen Weichen werden jetzt gestellt. Die aktuelle Wahlumfrage zeigt, dass Schwarz-Rot rechnerisch weiter regieren könnte, allerdings mit abnehmendem Rückhalt. Neben der bestehenden Koalition wäre theoretisch auch ein schwarz-grünes Bündnis – das Hessen von 2013 bis 2024 bereits erlebt hat – denkbar, sofern die Grünen sich stabilisieren.Kaweh Mansoori als stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raumgilt als zentraler SPD-Akteur, der die Partei 2028 aus der Juniorpartner-Rolle herausführen will.SPD-Landeschef Sören Bartol erklärte mit Blick auf 2028: „spielen wir auch wieder um Platz eins".Eine Koalition unter Einbeziehung der AfD schließen alle demokratischen Parteien aus –im Parlament in Wiesbaden lehnen alle Fraktionen eine inhaltliche Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab.Die Frage, ob BSW und Freie Wähler bei aktuell jeweils 3 Prozent relevant werden, könnte über alternative Mehrheiten entscheiden. BSW tritterstmals bei Wahlen in Hessen an, bleibt bislang aber unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die politische Landschaft in Hessen ist also in Bewegung:Die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen lag bei 54,4 Prozent – vier Prozentpunkte mehr als 2021, was Politikwissenschaftlerin Isabelle Borucki als „Zeichen einer gesunden Demokratie" wertet.
Haushaltspolitik als Stimmungsbarometer
Ein zentrales Thema für die kommenden Jahre ist der hessische Landeshaushalt 2026.Der Etat soll ein Volumen von rund 40 Milliarden Euro haben, wobei die CDU auf Stabilität, Verlässlichkeit und gezielte Zukunftsinvestitionen setzt.Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Bildung, Sicherheit, Digitalisierung, die Kommunen und die wirtschaftliche Entwicklung.Aus demSondervermögen des Bundes fließen gut 7,4 Milliarden Euro nach Hessen, wovon die schwarz-rote Koalition 4,7 Milliarden Euro an Städte, Gemeinden und Kreise überweist.Die Opposition sieht das kritisch:Die Grünen sprechen von 1,6 Milliarden Euro neuen Schulden für 2026, einer explodierenden Zinsbelastung und einem „Offenbarungseid".Wie die Landesregierung die Balance zwischen Investitionen und Sparmaßnahmen hinbekommt, wird maßgeblich über die Zufriedenheit der Wählerinnen und Wähler entscheiden –laut INSA-Umfrage sind aktuell 42 Prozent der Befragten mit der Arbeit der schwarz-roten Landesregierung zufrieden, 48 Prozent dagegen unzufrieden.Die Landtagswahl 2028 verspricht damit bereits jetzt eine spannende Richtungswahl zu werden.