Landtag von Mecklenburg-Vorpommern

Aktuelle Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Tage

Parteien im Überblick

AfD

34.0% -3.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

Führend

SPD

26.0% +3.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

CDU

12.0% -1.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

Linke

10.0% -1.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

Sonstige

5.0% ±0.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

Grüne

5.0% +1.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

BSW

5.0% ±0.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

FDP

3.0% +1.0

Durchschnitt aus 1 Umfragen

Aktuelle Lage

Die Wahl zum neunten Landtag Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September 2026 statt und entwickelt sich laut Beobachtern zu einem Zweikampf zwischen SPD und AfD . Leif-Erik Holm wurde ohne Gegenstimmen zum Ministerpräsidenten-Kandidaten der AfD gewählt , während Manuela Schwesig als Spitzenkandidatin der SPD erneut Ministerpräsidentin werden will – eine Regierungsbildung könnte für Schwesig jedoch kompliziert werden, da es laut Umfragen derzeit nur eine Koalitionsoption ohne die AfD gäbe: mit CDU und BSW . Gleich drei Parteien – Grüne, BSW und FDP – müssen um den Einzug in den Landtag zittern , wobei die Grünen in MV durch einen internen Streit um die Fraktionsvorsitzende Constanze Oehlrich und ihren ehemaligen Vize Hannes Damm in eine Krise gestürzt wurden .

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Stand: 19.03.2026

Verwendete Umfragen

InstitutDatumAfDSPDCDULinkeGrüneBSWSonstigeFDP
INSA17.03.202634.0%26.0%12.0%10.0%5.0%5.0%5.0%3.0%

Wahlanalyse

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026: AfD dominiert die Sonntagsfrage – SPD kämpft um den Machterhalt

Die Wahl zum neunten Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wird voraussichtlich am 20. September 2026 stattfinden– und schon jetzt zeichnet sich ein historischer Umbruch ab.Die AfD ist einer aktuellen Umfrage zufolge stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern.Mit einem Durchschnitt von über 35 Prozent in der Sonntagsfrage liegt die Partei weit vor allen Konkurrenten.So könnte die AfD, die bei der Landtagswahl 2021 noch auf knapp 17 Prozent kam, ihr Ergebnis beinahe verdoppeln.Die SPD folgt mit deutlichem Abstand auf Platz zwei,die Sozialdemokraten müssen der Umfrage deutliche Verluste einstecken, 2021 kamen sie noch auf knapp 40 Prozent der Stimmen.Das politische Kräfteverhältnis im Nordosten hat sich damit fundamental verschoben.

Spitzenkandidaten: Schwesig gegen Holm – ein Duell um das Schweriner Schloss

An der Spitze der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern steht Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die eine Koalition aus SPD und der Partei DIE LINKE leitet.Schwesig tritt erneut als Spitzenkandidatin der SPD an undbekräftigte ihren Anspruch, Mecklenburg-Vorpommern auch über 2026 hinaus als Regierungschefin führen zu wollen.Manuela Schwesig führt in der neuen Umfrage das Politiker-Ranking in MV an– ein Trumpf, den die SPD im Wahlkampf gezielt ausspielen wird. Auf der Gegenseite hat die AfDLeif-Erik Holm ohne Gegenstimmen zum Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten gewählt.Holm sitzt für seine Partei zurzeit im Bundestag, sein Wahlkreis ist die Landeshauptstadt Schwerin– also in direkter Konkurrenz zur Ministerpräsidentin.Sollte er seinen Wahlkreis nicht direkt gewinnen, bleibt er in Berlin und ein zweiter Spitzenkandidat steht bereit: Enrico Schult – eine Doppelspitze mit ehrgeizigem Ziel: die absolute Mehrheit.Für die CDU gehtder Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2026.Er wurde mit 97,3 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Landesliste gewählt.

Koalitionsoptionen: Schwierige Regierungsbildung vorprogrammiert

Die aktuelle Regierungskoalition aus SPD und Die Linke hätte keine Mehrheit mehr.Die aktuelle rot-rote Koalition könnte mit zusammen nur 36 Prozent nicht weiter allein regieren.Die Landtagswahl im Herbst dürfte sich wie 2024 in Sachsen und Brandenburg auf eine Entscheidung zwischen der AfD und der Ministerpräsidentenpartei zuspitzen.Entscheidend sei, ob und wie viele kleine Parteien die Fünf-Prozent-Hürde knacken – „da das BSW und die Grünen derzeit im Parlament wären, benötigt man für parlamentarische Mehrheiten über 46 Prozent", ordnet INSA-Chef Hermann Binkert ein.Denkbar wäre nach den aktuellen Zahlen, dass sogar vier Parteien für eine Koalition nötig sind – etwa SPD, CDU, Grüne und BSW.Auch eine Kenia-Koalition aus SPD, CDU und BSW stünde zur Debatte.CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters lehnt jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab, hält abereine Regierungsbeteiligung oder Tolerierung mit SPD/Linkspartei nicht grundsätzlichfür ausgeschlossen. Eine Koalition unter AfD-Führung scheitert derzeit an der fehlenden Bereitschaft aller anderen Parteien.

Wackelkandidaten an der Fünf-Prozent-Hürde

Ein entscheidender Faktor für die Wahlumfrage und die spätere Sitzverteilung im Landtag ist die Frage, welche Kleinparteien den Einzug schaffen.Gleich drei Parteien müssen um den Einzug in den Landtag zittern.Mit fünf Prozent der Stimmen würden die Grünen knapp den Einzug in den Landtag schaffen.Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) würde es ebenfalls knapp in den Landtag schaffen, währenddie FDP, die der Umfrage zufolge knapp drei Prozentpunkte verliert, aus dem Landtag fliegen würde.Laut Binkert ist damit zu rechnen, dass kleine Parteien wegen der Zuspitzung auf SPD versus AfD sogar noch verlieren.Sollten Grüne oder BSW an der Hürde scheitern, würde sich die Sitzverteilung zugunsten der großen Parteien verschieben – mit weitreichenden Folgen für mögliche Koalitionen.

Trends und Ausblick: Aufholjagd oder Zeitenwende?

Ein gutes Drittel der Wahlberechtigten im Bundesland favorisiert einen Regierungswechsel zugunsten der AfD (36 Prozent), kaum minder viele (35 Prozent) ziehen den Fortbestand SPD-geführter Landesregierungen vor.Ein künftiges Kabinett unter CDU-Führung unterstützt dagegen nur jeder Siebte (15 Prozent).Die SPD setzt auf den Amtsbonus ihrer Ministerpräsidentin:„Die SPD erzielt das beste Umfrageergebnis seit 2023", sagt der Rostocker Politikwissenschaftler Jan Müller.INSA sieht für die SPD aktuell ein maximal mögliches Potenzial von 41 Prozent, für die AfD von 40 Prozent der Wählerstimmen.Viele Wähler sind noch wankelmütig; aktuelle Politik könnte einiges verändern.Sechs Monate vor dem Wahltermin bleibt es ein offenes Rennen – doch die politische Großwetterlage stellt Mecklenburg-Vorpommern vor eine der schwierigsten Regierungsbildungen seiner Geschichte.Politikwissenschaftler Wolfgang Muno warnt: Die Wahl werde „möglicherweise eine Wegscheide, wie sich die Demokratie 36 Jahre nach der Einheit entwickeln wird."

Stand: 19.03.2026