Landtag von Rheinland-Pfalz
Aktuelle Umfragen zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Parteien im Überblick
CDU
Durchschnitt aus 2 Umfragen
FührendSPD
Durchschnitt aus 2 Umfragen
AfD
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Grüne
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Sonstige
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Linke
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Freie Wähler
Durchschnitt aus 2 Umfragen
Aktuelle Lage
Am kommenden Sonntag, dem 22. März 2026, wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag – an der Spitze liefern sich SPD und CDU derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen , wobei Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD) bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten deutlich vor seinen Konkurrenten liegt . Die SPD regiert im strukturell konservativen Rheinland-Pfalz seit 35 Jahren; nach dem Rücktritt von Malu Dreyer im Sommer 2024 stellt sich ihr Nachfolger Schweitzer erstmals dem Votum der Bürger , während sein Herausforderer CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzender Gordon Schnieder ist, der jüngere Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder . Seit zehn Jahren regiert in Rheinland-Pfalz eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP, doch nach dem Ampel-Aus im Bund hat diese Konstellation auch im Land kaum noch Chancen – sehr wahrscheinlich ist daher eine große Koalition, entweder unter SPD- oder unter CDU-Führung , wobei die FDP mit Daniela Schmitt um den Einzug in den Landtag zittern muss .
Mehr lesen im Netz
- Rheinland-Pfalz 2026 | bpb.de (www.bpb.de)
- Landtagswahl . Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz (www.wahlen.rlp.de)
- WAHL 2026 (landtag-rlp.de)
- Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 – Wikipedia (de.wikipedia.org)
- Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Überblick zur RLP-Wahl 2026 – Stimmen, Umfragen, Kandidaten (www.t-online.de)
- Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026 (www.vg-dierdorf.de)
- Landtagswahl 2026: Enges Rennen in Rheinland-Pfalz | Hintergrund aktuell | bpb.de (www.bpb.de)
- Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026 | bpb.de (www.bpb.de)
- Wahl-O-Mat Rheinland-Pfalz 2026 (www.wahl-o-mat.de)
- Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz: Die Parteien im Überblick (www.zdfheute.de)
- Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Neueste Wahlumfragen im Wahltrend | Sonntagsfrage #ltwrlp (dawum.de)
- Landtagswahlen 2026: Das sind die aktuellen Umfragewerte in Rheinland-Pfalz (www.handelsblatt.com)
- Wahlumfragen zur Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz (#ltwrp) – Sonntagsfrage (www.wahlrecht.de)
- Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Die Vorzeichen vor der Wahl 2026 sind eindeutig (www.t-online.de)
Verwendete Umfragen
| Institut | Datum | CDU | SPD | AfD | Grüne | Sonstige | Linke | Freie Wähler |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forschungsgruppe Wahlen | 19.03.2026 | 29.0% | 27.0% | 19.0% | 9.0% | 6.5% | 5.0% | 4.5% |
| INSA | 18.03.2026 | 28.0% | 27.0% | 20.0% | 9.0% | 6.0% | 5.0% | 5.0% |
Wahlanalyse
Wahlkrimi in Mainz: Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026
Die Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 verspricht einen historischen Wahlkrimi.Nach den bisherigen Wahlumfragen zeichnet sich ein spannendes Rennen um den Wahlsieg ab – nach 35 Jahren könnte es zu einem Machtwechsel bei der RLP-Wahl 2026 kommen.Die CDU liegt in den aktuellen Umfragedurchschnitten hauchdünn vor der SPD, dochder Abstand beträgt lediglich einen bis zwei Prozentpunkte – innerhalb der statistischen Fehlermargen.Einer Umfrage zufolge weiß gut ein Fünftel der Wählerinnen und Wähler noch nicht, an wen ihre Stimme gehen soll – laut dem „Rheinland-Pfalz Report" des Ifak Instituts haben sich 22 Prozent der Befragten bisher nicht auf eine Partei festgelegt.Das macht den Ausgang am Wahlsonntag völlig offen.
Die Spitzenkandidaten: Schweitzer vs. Schnieder
Im Zentrum des Wahlkampfs stehen zwei Männer:Aussichtsreichster Konkurrent auf einen Sieg bei der Rheinland-Pfalz-Wahl ist die SPD mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer, der erst im Sommer 2024 das Amt seiner Vorgängerin Malu Dreyer übernommen hatte, da die Politikerin aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.Sein Herausforderer ist CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder,ein Jurist und seit 2016 CDU-Fraktionsvorsitzender im Mainzer Landtag, der als bodenständiger Kommunalpolitiker gilt und den Schuldenabbau bei Bund und Land zu seinem zentralen Wahlkampfthema gemacht hat.Bemerkenswert ist die persönliche Beliebtheit als Trumpf der SPD:38 Prozent hätten laut Infratest-Umfrage lieber Schweitzer als Ministerpräsidenten, nur 21 Prozent hingegen Schnieder.Die sozialdemokratischen Anhänger sind zu weiten Teilen (84 Prozent) von Alexander Schweitzer überzeugt, während Gordon Schnieder im Lager der CDU geringere Zugkraft entfaltet: Nur 57 Prozent der CDU-Anhänger würden sich für ihn entscheiden.
Wahlkampfthemen: Bildung, Infrastruktur und Kommunalfinanzen
Die politische Agenda in Rheinland-Pfalz unterscheidet sich deutlich von der Bundespolitik.Die politische Agenda wird vom Thema „Bildung/Schule" bestimmt, das 25 Prozent als wichtigstes Problem im Land benennen. Auf Platz zwei liegt „Infrastruktur" mit 20 Prozent, gefolgt von Wirtschaftslage (15 Prozent), Preise/Kosten (14 Prozent), Verkehr (13 Prozent) und Klima/Energie (11 Prozent).Ein zentrales Thema im Wahlkampf ist zudem die kommunale Finanzkrise:Der Städtetag beziffert das Defizit der zwölf kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz für 2025 auf rund 400 Millionen Euro; für 2026 wird ein Minus von 634 Millionen Euro erwartet.Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz ist 2024 das dritte Jahr in Folge geschrumpft– eine Belastung für die amtierende Regierung.Beim wichtigsten Thema „Bildung/Schule" hat die CDU zur SPD aufgeschlossen (größte Kompetenz: CDU 27 Prozent, SPD 24 Prozent), und beim Thema „Wirtschaft" liegt nun die CDU mit 24 Prozent vor der SPD mit 19 Prozent.
AfD auf Rekordkurs, Zitterpartie bei kleinen Parteien
Die AfD mit Spitzenkandidat Jan Bollinger liegt bei 19 Prozent und würde damit ihren Stimmenanteil von 2021 (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln.Der Bundesverfassungsschutz führt die Partei als rechtsextremistischen „Verdachtsfall", und auch der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz beobachtet sie. Im Wahlkampf 2026 positioniert sich die AfD mit Schwerpunkten auf restriktiver Migrationspolitik und stärkerer innerer Sicherheit.Spannend wird es auch an der Fünf-Prozent-Hürde:Neben der FDP könnte es auch für die Freien Wähler mit Joachim Streit und die Linke mit Rebecca Ruppert knapp werden.Die FDP – derzeit noch an der Landesregierung beteiligt – kann nicht mehr seriös gemessen werden und ist in den Werten für „Sonstige" enthalten, jedoch mit einem Anteil von unter drei Prozent.Unwahrscheinlich ist auch, dass die Freien Wähler als dritter Partner in eine Regierung einziehen – sie haben sich in ihrer ersten Wahlperiode im Landtag so sehr zerstritten, dass sie am Ende keine Fraktion, sondern nur noch eine parlamentarische Gruppe waren.
Koalitionsoptionen: Große Koalition als wahrscheinlichstes Szenario
Die entscheidende Frage nach der Landtagswahl lautet: Wer regiert mit wem?Die wahrscheinlichste Variante ist eine große Koalition aus CDU und SPD, entweder unter SPD- oder CDU-Führung. Schweitzer hat bereits ausgeschlossen, als Minister in eine CDU-geführte Regierung einzutreten. Die bisherige Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP hat nach dem Ampel-Aus im Bund und dem drohenden FDP-Ausscheiden keine realistische Fortsetzungsperspektive.Laut dem ZDF-Politbarometer wird keine Koalitionsvariante mehrheitlich positiv bewertet:Am wenigsten negativ bewertet wird eine Regierung aus CDU und SPD unter Führung der CDU (36 Prozent gut, 45 Prozent schlecht), direkt danach folgt eine Koalition unter Führung der SPD (35 Prozent gut, 48 Prozent schlecht). Klar abgelehnt wird eine Koalition aus CDU und AfD (74 Prozent schlecht).Auch ein Dreierbündnis wie „Kenia" (CDU, SPD, Grüne) gehört zu den denkbaren Optionen, sollte die Sitzverteilung eine Zweierkoalition nicht ausreichend tragen.Theoretisch möglich wäre auch eine Regierung aus SPD, Grünen und Linken – dafür müssten die Linken aber zum ersten Mal in den Landtag einziehen, und auch dann würde es rechnerisch wohl nicht reichen. Weder SPD noch Grüne streben zudem ein solches Bündnis an.
Fazit: Historische Weichenstellung am 22. März
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 markiert eine echte Zeitenwende in der Mainzer Landespolitik.Seit 1991 regiert in Rheinland-Pfalz ein Ministerpräsident aus den Reihen der SPD – die CDU hofft angesichts der Umfragen erstmals seit dreieinhalb Jahrzehnten, wieder den Regierungschef in der Staatskanzlei zu stellen.Doch die SPD hat mit dem Amtsinhaber-Bonus von Schweitzer und seiner deutlich höheren persönlichen Beliebtheit einen entscheidenden Vorteil, der bei vergangenen Wahlen in Rheinland-Pfalz stets das Zünglein an der Waage war.Das Verhältnis zwischen den beiden aussichtsreichsten Spitzenkandidaten der RLP-Wahl ist gut – das Wahlduell des SWR bewerteten einige Beobachter eher als Duett, wobei sich Schnieder und Schweitzer mit „Herr Kollege" ansprachen. Sie sind sich ihrer wahrscheinlichen Koalition nach der Wahl bewusst.Am 22. März entscheiden rund 2,95 Millionen Wahlberechtigte über die Zukunft von Rheinland-Pfalz – und darüber, ob die SPD-Ära nach über drei Jahrzehnten endet oder fortgesetzt wird.